15.09.00
Brunswick - Bath - Brunswick

An unserem vorletzten Tag wurden wir vom Trommeln des Regen auf das Vordach geweckt. So hatten wir das Wetter aber nicht bestellt! Keine halbe Stunde später hörte es auf zu regnen und so ließen wir die Regenjacken im Motel, als wir nach Bath aufbrachen. Bevor wir zum Gelände des Marine Museums kamen, mußten wir uns unseren Weg durch ein paar streikende Werftarbeiter "bahnen". Wenige Minuten vor dem Beginn einer Führung betraten wir das Geäde des Museums. Während er Führung wurde uns der Aufstieg und Niedergang der örtlichen Werft und die Vorgehensweise beim Bau von 6 Mast-Schonern. Leider war diese Führung begleitet von mehreren Gebädewechseln, bei denen Micha und ich entsprechend naß wurden, hatte es mittlerweile angefangen etwas intensiver zu regnen. Nichtsdesto trotz ließen wir der Fuuml;hrung noch einen Besuch der Ausstellung über die Entwicklung der Lobsterboote und der Fangk&oouml;ber folgen. Ein Besuch des an der Pier liegenden Motorschoner ließ das Wetter auch noch zu, denn mittlerweile hatten sich die Regenwolken verzogen und vereinzelt kamen ein paar Sonnenstrahlen hervor.

Wenn wir schon mal in der Nähe waren, so mußten wir doch die von Uwe und Astrid geleistete Arbeit begutachten, so daß wir fast zwangsläfig wieder in der Robinhood Marina landeten. Von außen war der neue Wasserpaß und der reparierte Kiel zu erkennen. An Deck hatten sie teilweise neue Schoten eingeschoren, sowie alle Winschen zerlegt, gereinigt und montiert. Auch das Teakdeck erstrahlte in neuem Glanz. Unter Deck fielen die Instandsetzungsmaßnahmen viel gravierender ins Auge. Alle Bodenbretter waren für einen neuen Anstrich entfernt worden. Desweiteren wurden auch die letzten Dieselpumpen ausgetauscht, weil sie den Geist aufgegeben hatten. Wie sich im Laufe der Werftzeit auch herausgestellt hatte, war nicht einer vorderen seitlichen Wassertanks undicht, sondern der Vordere Hauptwassertank, der nur durch eine Deinstallation der vorderen Naßzellen auszubauen ist. Um sie nicht von ihrer Arbeit abzuhalten ;-) verabredeten wir uns zu einem Abendessen im Maxwells in Bath. Nebenbei erwähnten wir, daß Micha noch auf der Suche nach einer Original Lobsterboje ist, woraufhin Astrid uns den Tip gab, daß sie in Richtung Georgtown ein Schld gesehen hätte, wo jemand diese Sachen verkaufen würde. So fuhren wir bis zur Georgtown Marina, ohne jedoch dieses Schild zu sichten. Dafür genossen wir einen netten Ausblick über die Bucht. Auf dem Rückweg stachen uns an einer Garage mehrere leuchtend grüne und orange Bojen ins Auge. Nach kurzer Diskussion mit einem Nachbarn, dem Eigentümer der Garage, wechselten 20,- Dollar und eine Boje den Besitzer. Für Micha stellte sich jetzt die Frage, wie er diese Boje wohl am Besten nach Berlin transportiert. Bei einem weiteren Abstecher nach Bailey Island landeten wir auf einer Straße, die im wahrsten Sinne des Wortes im Wasser endet.

Wir lästerten gerade, daß es sich hier bei wohl um Lands End handeln müsse, als unser Blick auf ein Schild über der Tür eines Shops fiel. "Lans end -Gift Shop-" stand dort in großen Lettern. Auf der anderen Seite hatte Pepsi einen Versorgungsstützpunkt in Form eines Automaten errichtet. Die obligatorische Fotosession fiel recht kurz aus und wir kehrten zum Motel zurück.

Trotz geringer Verspätung waren wir noch vor den anderen beiden am Maxwells. Während wir dor warteten, kam Uwe aus der Tür eines benachbarten Shops, um uns mitzuteilen, daß sie dort "versackt" wären. Die Verkaufsfalle schnappte nur halbherzig zu, denn außer ein paar Handtüchern fürs Boot und ein paar Scheibenbildern für Uwes Nachwuchs wurde an diesem Abend nichts geshoppt. Wäre da nicht der Betrunkene gewesen, der uns ,nach dem wir vom Restaurant in die Bar im Keller gewechselt hatten, mit einer ungeahnten Ausdauer auf den Keks ging, hätte sich der Abend sicher noch länger ausgedehnt. So versorgten wir Astrid und Uwe mit eine paar Tips für ihren Ausflug nach Boston und in die White Mountains, bevor wir die Bar verließen.


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